Elisabeth Habibi

Jahrgang: 1986
  • Wetterleuchten 1-2 (2021/2022)

Elisabeths kreative Reise 2003-2022

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Ein paar Fragen an Elisabeth:

Die Vielfalt aller Werke. Sie ist quasi endlos und erreicht jeden, sofern er bereit ist sich darauf einzulassen.

Das es Menschen gibt die meine Figuren lieben und die es wirklich interessiert wie es weiter geht. Auch wenn meine Reichweite sehr klein ist, war es die ganze Arbeit wert.

Ich bin bewusst Selfpublisher, weil der Markt für kommerzielle Mangazeichner sehr klein ist. Es gibt wenige Verlage und alles ist sehr umkämpft. Da ich Jahre an meinen Geschichte arbeite ist es mir wichtig sie auch so erzählen wie ich sie mir erdacht habe. Da Verlage oft Änderungen erwarten, habe ich mich dagegen entschieden.

Oh, ja. Sofort! Während der Lockdowns, war das ja möglich und es war wundervoll. Ich war elf Jahre selbstständig und hatte damals viel mehr Zeit dafür. Seit ich angestellt bin, komme ich manchmal gar nicht mehr zum Zeichnen. Das fehlt mir sehr.

Das schwankt sehr starkt. Manchmal komme ich gar nicht zum Zeichnen, manchmal kann ich es den ganzen Tag. Denke zwischen Null is 40 Stunden ist realistisch.

Emotional ja, aber finanziell nein. Dafür habe ich aber auch zu wenige bisher fertig gestellt und außerdem bediene ich ein Genre das weniger gefragt ist. Es ist bei der aktuellen wirtschaftslage nicht möglich davon zu leben.

Ich bin sicher es wäre schon ein Fortschritt, wenn Manga mehr anerkannt wäre. Selbst in Comickreisen werden wir oft belächelt, nicht wahrgenommen und weggeschoben. Viele Indiepreise werden ausschließlilch an eher westliche Comics vergeben, obwohl sie auch für Manga ausgeschrieben sind. Das ist frustrierend und führt dazu das wir uns immer weiter in unsere eigenen Nischen zurück ziehen.

Gerade befinde ich mich in einer beruflichen Veränderung und nehme nicht an Conventions teil. Darum haben sie gerade keinen Stellenwert. Prinzipell sind sie der einzige Weg um neue Leser direkt zu erreichen.

Die Mainstream Mangas sind fast immer aus Japan. Es gibt kaum welche aus dem europäischen Raum. Die Nationalität ist also ein großer Unterschied. Besonderst ist auf jeden Fall das bei selfpublishern andere Themen behandelt werden, die oft auch extremer sind als im Mainstream. Die meisten arbeiten ja nicht um davon zu leben, sondern weil ihr Herzblut darin steckt. Weil sie dieses Geschichte unbedingt erzählen wollen. Womit ich nicht absprechen will das Mainstream Mangas nicht auch mit Leidenschaft und Herzblut gemacht werden. Außerdem ist es toll mit Zeichnern direkt in Kontakt kommen zu können.

Weiter machen. Ich habe mir fest vorgenommen meine Reihe zu beenden. es sind noch 6 Bände geplant, die Geschichte steht und ich will sie zuende erzählt. Auch wenn es nachher nur 10 Leuten haben sollten.

Richtig zufrieden bin ich mit keiner aktuellen Variante der Onlineveröfflichung. Die meisten Seiten sind für schnelllebige, wöchentlich erscheinende Onlinecomics gemacht. Da gehöre ich nicht wirklich hin, auch wenn ich sie nutze. Für Werbung benutze ich Instagram, da kann man mit Lesern noch in Kontakt kommen. Denke damit komme ich gerade am besten zurecht.

Es gibt wenig Möglichkeit deutsche Leser zu erreichen. Wir haben kaum Fläche um uns zu präsentieren, außer auf Conventionens. Und die werden immer größer und überlaufener. Man geht in der Menge einfach unter. Sozial Media bietet keinen Raum mehr. Früher konnte man auf Plattformen wie "Animexx" deutsches Publikum gezielt erreichen, auch auf Facebook war es viel einfacher sich bemerkbar zu machen. Jetzt frisst einen der Algoryhitmus. Ich bin sicher das es mehr Leute gäbe die Interesse hätten. Aber man erreicht sie einfach nicht mehr.

So und so. Manchen finden es wahnsinnig interessant das jemand überhaupt malen kann. Andere haben damit überhaupt keine Berührungspunkte. Wenn ich sagen würde das ich in meiner Freizeit Achterbahnen für Ameisen baue, hätte ich von diesen Leuten sicher mehr aufmerksamkeit.

Die Möglichkeit digital zu arbeiten und Programme die direkt fürs Comiczeichnen ausgelegt sind, sind die absolut größte erleichterung. Als ich noch komplett analog gearbeitet habe mit Rastefolie ect. war das soviel teuere und aufwendiger. Als zweites auf jeden Fall die Onlinedruckerein die Kleinauflagen in einem finanzierbaren Rahmen ermöglichen. Ganz große Sache!

Ich habe gelernt weniger perfekt sein zu müssen. Das man mit weniger auch gut transportieren kann was man sagen will. Am Ende ist es mir inzwischen wichtig die Geschichte überhaupt zu Papier zu bringen. Eine super ausgearbeitete Umsetzung ist als Einzelperson einfach nicht möglich.

Bleib dran. Nicht aufgeben und nicht die Freude daran verlieren was du tust. Das wird schon!

Wetterleuchten

Drama

Sintje fällt auf! Nicht nur, dass sie sich nicht benimmt, wie man es von einer Prinzessin erwartet, schon ihr Äußeres unterscheidet sie von ihrem Umfeld. Mit hellen Augen, die unter dunklen Locken hervorschauen, ist sie einzigartig in ihrer Familie. Warum das so ist wird sie bald erfahren, denn die Begegnung mit einem Fremden wird ihr Leben auf den Kopf stellen.

© Elisabeth Habibi