Hasi Ann

  • Fourth Instance - Nyo 1-9 (2014 - 2017)
  • Fourth Instance - Prometheus 1-4 (2017 - 2019)
  • Fourth Instance - Lazarus (2018)
  • Fourth Instance - Michael 1-7 (2019 - 2022)
  • Fourth Instance - Aeris 1-2 (seit 2022)

Hasi Anns kreative Reise 2000-2023

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Ein paar Fragen an Hasi Ann:

An Manga gefällt mir am besten der eingefrorene Moment. Klar, im Anime hat man mehr Möglichkeiten mit Bewegung, Geräuschen, Licht und Sprache. Aber jeder schöne Moment ist im Anime einen Frame da und dann wieder weg. Im Manga hält er eine Ewigkeit und man kann ihn ununterbrochen genießen.

Der schönste Moment war auf einer Convention, als ein Besucher mir sagte, dass mein Werk ihm geholfen hat, aus einer sehr traurigen Phase wieder rauszukommen und mit dem Zeichnen anzufangen. Ich bin glücklich, meine Leidenschaft zu leben und meine Werke zu verwirklichen, aber es ist noch schöner zu sehen, dass das auch etwas in anderen bewegt oder sie zumindest gut unterhält.

Ich weiß von Kollegen um die Restriktionen, die von einem Verlag auferlegt werden. Kapitelanzahl, Seitenzahl, Deadlines, Änderungen an Charakteren, Story, Genre und so weiter. Ich würde es nicht schaffen, mich an solche Restriktionen zu halten. Es würde in Chaos und Frust enden, daher gehe ich den Weg des geringsten Widerstands

Absolut. Ich überleg mir immer, wie es wäre im Lotto zu gewinnen. Wenn ich auf das Geld nicht mehr angewiesen wäre, würde ich den ganzen Tag nur noch Mangas zeichnen.

Zu meinen Hoch-Zeiten arbeitete ich 70 Stunden in der Woche. MACHT MIR DAS NICHT NACH!!!! Das endete in einem Burnout! Es reduzierte sich dann über die Jahre. Jetzt bin ich in Therapie und muss mit meiner Kraft brutal haushalten. Jetzt hab ich eine normale 40-Stunden-Woche, wovon ich drei Tage als Mangaka arbeite und zwei Tage als Illustratorin.

Vom Manga allein kann ich nicht leben. Zusätzlich arbeite ich als Illustratorin und Comicartist.

Ich glaube, eine generell offene Einstellung gegenüber Geschäftstreibenden und Selbstständigen ist nicht weit verbreitet in Deutschland. In Schulen wird man nur dazu erzogen, irgendwann angestellt zu sein. Dass man sein eigenes Business eröffnen und sein eigener Chef sein kann, existierte gar nicht in meiner Realität. Ich finde, man könnte viel eher Kindern die Möglichkeit von Zusammenarbeit, Fehlerbereitschaft, Ideenfindung und Neugier nahe legen, als nur Anweisungen zu folgen.

Für mich persönlich ist eine Convention nicht direkt ein Markt, auch wenn ich dort verkaufe. Vorrangig gehe ich dorthin, um Leute kennenzulernen, Freunde zu treffen, Besucher zu unterhalten, ein bisschen Quatsch zu machen, Erfahrungen zu sammeln, mich mit Kollegen auszutauschen. Es ist für mich eine Möglichkeit zum Connecten. Ich bin Künstlerin und verbringe 24 Stunden am Tag in meinem Atelier. Rauszukommen und mit echten Menschen zu reden ist eine willkommene Abwechslung.

Ich finde, generell der gesamte Indie-Markt ist deutlich risikobereiter. Frische Ideen, neuer Quatsch, schräge Plots, kontroverse Charaktere, unangenehme Wahrheiten. Manches davon funktioniert, manches eben nicht. Im Mainstream traut man sich kaum noch, etwas neues zu probieren. Man bedient sich eher an dem, was schon funktioniert hat und steckt es in neue Kleider, denn man weiß, dass einem das sicher Geld generiert.

Meine Pläne für die Zukunft sind unverändert. Mangaka und Comicartist it is. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, was anderes zu machen. Ich werde weiter an Fourth Instance arbeiten, weiter Comics zeichnen, weiter Video produzieren, weiter Künstlerin sein.

Ich bin großer Freund vom gedruckten Buch und Onlinemangas. Ich finde, das sind handliche, leicht zugängliche Medien.

Ich glaube, die größte Herausforderung ist immer noch die Finanzierung. Selbstständige Mangaka kreieren meistens Leidenschaftsprojekte, die sich nicht immer sofort oder vielleicht auch gar nicht refinanzieren. Eine Balance zu finden, künstlerisch sich zu verwirklichen aber gleichzeitig eine wirtschaftliche Relevanz zu haben, kann sehr schwierig werden.

Das kommt sehr auf die Person an. Manche waren sehr begeistert von meiner Idee, mich als Mangaka selbstständig zu machen und haben mich recht schnell unterstützt. Andere waren eher besorgt um mich, dass ich mein Studium und meinen sicheren Job einfach so wegschmeiße und vermutlich mein Leben nicht mehr finanzieren kann. Wieder andere verstehen bis heute nicht, dass die Kunst mein Beruf ist und kein Hobby. Ich komm damit aber klar. Jeder Mensch ist anders und hat eine andere Meinung. Meine Ideen müssen nicht jedem gefallen.

Erstens hat Social Media meine Arbeit extrem positiv beeinflusst. Als ich in der Schule anfing, meine ersten Werke im Internet zu veröffentlichen, gab es Social Media noch nicht. Mein Vater hatte mir eine Webseite über einen Universitätsserver erstellt und dort händisch meine Werke eingepflegt. Erst als auch der wirtschaftliche Durchbruch von Youtubern die Runde machte, eröffneten sich mir die Möglichkeiten, meine Werke auf einfachem Weg unter ein großes Publikum zu mischen. Und zweitens sind Onlinedruckerein ein Segen. Davor gab es nur den kleinen Copyshop um die Ecke, der Bücher gedruckt und gebunden hat. Dass man das jetzt bequem online machen kann, ist eine riesige Erleichterung.

Mein Anspruch an mich selbst ist glaube ich gleich geblieben, aber früher habe ich mich für perfektionistischer gehalten als ich es von der Arbeitsweise her schon immer war.

Einfach dran bleiben, erwachsen zu werden heißt nicht keine Geschichten mehr im Kopf zu haben.

Heb nicht ab vom Acker ohne deinen Tacker.

Fourth Instance - Aeris

Fantasy / Dämonen / Humor / Slice of Life / Mythologie / Magie / Drama / Philosophie

 Dämonen haben es nicht so leicht, Menschen zu verstehen. Vor allem dann nicht, wenn das Verhalten so irrational ist, wie das von Jamie. Gabriel gibt sich alle Mühe, mit Jamie zu reden und an ihn heranzukommen, ohne ihn in die Ecke zu drängen. In einem intensiven Gespräch lernt er nicht nur, warum Jamie so verschlossen und verletzt ist. Er schnappt auch die fürchterliche Information auf, dass die ganze Schule – die ganze Generation – in Gefahr sein könnte. Da sein Bruder ihm noch kurz vorher eingeschärft hatte, endlich Verantwortung zu übernehmen und nicht bei ihm nach Hilfe zu betteln, schmiedet Gabriel einen eignen Plan, der alles vielleicht noch schlimmer macht. 

© Hasi Ann