LIAN
Jahrgang: 1987
- Götterboten [Knaur] (2010)
- Mechanical Princess 1-3 (seit 2012)
- Mechanical Princess Spin Off (2019)
- Rabenfluch 1-2 (seit 2019)
LIANs kreative Reise 2001-2020


Ein paar Fragen an LIAN:
Was liebst du/gefällt dir am Medium Comic/Manga am meisten?
Ich glaube, dass Manga auf so vielen Ebenen erzählen und bewegen kann, wie es mich sonst anders schwerer erreicht. Durch die Kombination der ausdrucksstarken Bilder und Gesichter, der Texte und wie viele wichtige Momente grafisch dargestellt werden, fühle ich mich mehr in diese Welten hineinversetzt als mit einem anderen Medium. Es gibt so viele Genre, die sich trauen was ich sonst kaum woanders noch finde und so viele Welten, die man entdecken kann. Zusätzlich bewundere ich, wie ein Mensch (oft mit Team im Hintergrund) so wunderschön zeichnen kann. Manga hat eine ganz eigene Ästhetik die mich in ihren Bann zieht seit ich klein bin und ich staune immer wieder über die Stile, die die Zeichner entwickelten, schaue mir in den Mangas die Strichführung an, analysiere die Hintergründe usw. Es macht mir einfach als gesamtes Medium unheimlich Spaß dort einzutauchen und mich zu verlieren.
Was war deine schönste Erfahrung im Selfpublishing deiner Manga?
Als ich gemerkt habe, dass Menschen diese Geschichten tatsächlich lesen wollen, obwohl ich bei keinem Verlag bin. Irgendwie dachte ich bis dato, dass man es vielleicht wegen mangelnder Qualität nicht wert wäre. Komplett falsch, aber ich war zu jung um zu verstehen, dass schöne Mangas und Geschichten nicht nur bei Verlagen zu finden sind. Und wenn dann nach dem nächsten Band gefragt wird, spekuliert wird was passiert mit Charakter x oder y und Menschen vielleicht noch Zeit, Liebe, skills und Geld in Fanart und Cosplay investieren und man merkt, dass anderen die Charaktere und ihre Geschichte wichtig sind- das sind die allerschönsten Momente, weil einen Künstler das auf ganz anderer Ebene berührt.
Bist du bewusst im Selfpublishing und wenn ja, warum?
Ja und nein. Ich bin gerne im Selfpublishing, da ich hier einfach komplett mein eigenes Ding machen kann, von der Planung bis zur Umsetzung und auch die gesamten Einnahmen an mich (und das Finanzamt : D) gehen. Meine "Redakteure" sind meine Freunde aus der Szene, die selbiges machen und mir ehrliches und konstruktives Feedback geben. Zu einem Verlag würde ich aber auch gerne gehen, aber bis jetzt haben die Projekte nie gepasst.
Würdest du gerne Vollzeit Manga zeichnen, wenn du es dir finanziell erlauben könntest?
Ja, mache ich bereits : D
Wie viele Stunden arbeitest du in der Woche ungefähr an deinem Manga?
Absolut unterschiedlich, aber im Schnitt kann man von 10-12 Stunden am Tag sprechen, also gut 60-72 Stunden in der Woche (Sonntags habe ich gelernt mir frei zu nehmen, also 6 Tage in der Woche wird gezeichnet) Allerdings mischen sich durch meine Artist Alley Arbeit auch immer die Zeiten mit Merch Erstellung, Papierkram, Mails und anderen Sachen die nebenher anstehen.
Kannst du von deinen Werken leben?
Jein. Direkt nur vom Mangaverkauf nicht, aber durch Patreon und meine Artist Alley Arbeit kann ich von meinem Job als Illustratorin leben. Meine Mangas "Rabenfluch" und "Mechanical Princess" (plus Merch dazu) sind dabei aber ca 80% der Verkaufsentscheidungen der Käufer/Leser.
Was glaubst du, müsste sich in der Zukunft verändern, damit sich die Lage für Indie Mangaschaffende verbessert?
Indiependent: Wir müssen sichtbarer werden. Wenn ich wüsste wie das geht, hätte ich es bereits geändert. Obwohl wir mittlerweile ein so gutes Zeichen-Niveau erreicht haben, ignorieren uns noch so viele Mangaleser und wissen nicht einmal, dass es in Deutschland auch existiert. Unsere Zeichnungen und Stories machen Bock, sind vielseitig und wir sind Mangaka, mit denen man direkt kommunizieren kann. Ich hoffe, dass wir sichtbarer werden. Verlag: Es wäre seeeeeehr hilfreich, wenn Verlage Assistenten stellen würden, zB. Raster- Assistenten oder jemanden, der sich um Hintergründe kümmert, wäre glaube ich eine unglaubliche Entlastung und Hilfe. Es würde zu mehr Outcome führen, da der Zeichner sich auf anderes konzentrieren und die "aufhaltende Arbeit" von anderen übernehmen werden könnte.
Welchen Stellenwert nehmen Conventions für dich und deinen Manga ein?
Messen sind für jeden Mangazeichner anders wichtig. Ich habe mich sehr darauf konzentriert und viele andere auch, aber es gibt auch Zeichner, die man nur ein oder zweimal im Jahr antrifft, da sie die meiste Zeit eher online stattfinden. Für Menschen wie mich sind sie existenziell. Es wird nur immer schwerer, einen sicheren Platz auf Messen zu bekommen und seine Mangas dem Publikum vorzustellen. Viele leben vom Zeichnen und die Auslosung der Plätze auf vielen wichtigen Messen entwickelt sich mehr und mehr zu einem großen Problem. Um auf allen wichtigen Messen präsent zu sein, muss man außerdem enorme Rücklagen gebildet haben. Neben Steuern und Nebenkosten fallen pro Jahr wenn ich überall angenommen werde zwischen 7.000-8.000 Euro Standkosten an, die ich Anfang des Jahres stemmen muss. Viele Veranstalter denken, dass wir das große Cash machen, aber übersehen, dass auch wir Steuern zahlen und auch für uns alles teuerer wird. Wir gehen als Independent Zeichner immer in Vorkasse und haben das Risiko des finanziellen Verlustes immer auf unserer Seite. Dieses Jahr strugglen sehr viele meiner Kollegen mit den Preisen, von drei Leuten weiß ich schon, dass sie aufgeben. Auf weniger Messen zu gehen ist leider kaum eine Option, weil der Shift in eine andere Richtung (Webtoon, Etsy, TikTok) nicht einfach zu machen ist. Überall erfolgreich präsent zu sein ist unmöglich ohne Burnout oder ein Team.
Welche Unterschiede oder Besonderheiten siehst du zwischen dem Mainstream-Manga und den Werken unabhängiger Mangaschaffenden in Bezug auf den deutschsprachigen Markt?
Beides hat seine Vor- und Nachteile. Den Vorteil in den Independent Titeln sehe ich vor allem darin, dass sie 100% vom Autor/Zeichner sind und bei jedem Kauf das Geld (vor Steuer) 100% an den Erschaffer geht. Wir können mehr experimentieren mit unseren Werken und uns auch Nischen widmen, die ein Verlag als Risiko sehen würde. Durch die kleine Stückzahl und Vorbestellungen haben wir oft dann eine Ahnung, wie gut der Titel anlaufen wird und das Klinken putzen auf jeder Con dazu macht mir persönlich unheimliche Freude. Wenn eine Gruppe Interessierter vor mir steht und sie sich darüber unterhalten, dass eine Person den Manga kauft und die anderen ihn sich ausleihen um hinein zu schnuppern, hat mich dasanfangs etwas traurig gemacht. Jetzt weiß ich, dass das eine gute Sache ist, denn bei „Rabenfluch“ kamen so viele Menschen bereits einen Tag später auf der Messe wieder an meinem Stand vorbei, weil sie die Ausgabe der Freundin am Vorabend gelesen haben und sie selber haben wollten. Das ehrt mich, weil in unserer Anfangszeit kaum jemand unsere Sachen lesen wollte. Der Nachteil wiederum ist, dass unsere Leserschaft sehr beschränkt auf Messen ist. Irgendwann ist es schwer, neue Leser zu gewinnen. Mit einem Verlagsmanga öffnet sich ein neues Tor, sowohl zu Onlinehandel als auch zum Buchhandel. Verlage haben ein anderes Marketing Budget, an das wir niemals kommen werden. Ich weiß, dass es in der Independent Szene der Buch-Autoren einige Ausnahmen gibt (Release Partys, Pop Up Shops zu Neuerscheinungen), aber bei uns wäre mir so etwas bis jetzt nicht bekannt. Auch die redaktionelle Betreuung kann ein Vorteil sein. Der Austausch mit einem erfahrenen Redakteur kann das Projekt aufs nächste Level bringen. Wir suchen uns unsere Redakeure durch unsere Freunde in der Zeichnerbranche. Viele von uns sind gut vernetzt und irgendwer hat immer jemand Zeit, um über die Geschichte, Layouts oder anderes zu reden. Man muss sich seine Wege eben suchen.
Was sind deine Pläne für die Zukunft, im Bezug auf deine Werke?
Im Moment arbeite ich an drei Mangas, je nachdem wie die Zeit es hergibt. Meine Serien heißen „Rabenfluch“ und „Mechanical Princess“ (sowie das spicy Boys Love Spin Off dazu). Meine Serie „Rabenfluch“ wird 2025 mit dem 3. Band fortgesetzt und hat noch 5-6 weitere geplant. Danach würde ich sehr gerne in einem Spin Off noch mehr von den beiden Hauptcharakteren und der Zauberwelt in der alles spielt, erzählen. Es gibt noch ein paar Geschichten, die glaube ich interessant sind zu lesen, aber für die einfach kein Platz in der Hauptgeschichte ist. Mit dieser Serie verarbeite ich auch weiterhin Gedanken über Depression, Tod, Freundschaft und andere Dinge, die mich beschäftigen. „Mechanical Princess“ geht dieses Jahr nach sehr langer Pause endlich in den 4. Band. Danach folgen noch 3 weitere. Für diese Serie wünsche ich mir, dass es doch noch ein paar Leser gibt, die sich für den Werdegang von Prinzessin Bijou und ihrer Piratencrew interessieren. Sonst gibt es weiterhin den Wunsch, meine Geschichten mehr in die Welt hinauszutragen. Mit einem Verlag wäre das schön, vielleicht wird mein Weg aber auch über Tapas und Webtoon erfolgreich gehen. Das werden wir sehen.
Auf welcher Veröffentlichungsplattform bzw. mit welchem Veröffentlichungsweg fühlst du dich am wohlsten?
Da leider animexx.de nicht mehr relevant ist, habe ich im Moment im digitalen Raum keine Wohlfühl-Plattform für meine Mangas. Tapas und Webtoon probiere ich dieses Jahr aus, aber am wohlsten fühle ich mich im Moment, wenn ich meine Mangas gedruckt in Händen halte.
Was sind deiner Meinung nach die größten Herausforderungen für unabhängige Mangaschaffende, die im deutschsprachigen Raum arbeiten?
Siehe oben: Sichtbarkeit.
Hast du das Gefühl, dass du von deinem (fachfremden) Umfeld (Familie, Kolleg*innen) für das Zeichnen ernst genommen wirst?
Ja, immer. Meine Familie hat mich von Beginn an unterstützt (wohl auch, weil ich parallel studiert habe) und als es an die Selbstständigkeit ging, konnte und kann ich bis heute immer auf alle zählen, wenn ich Hilfe brauche. Zur Dokomi zum Beispiel werden meine Mutter, Schwester und ich wieder eine Woche vor der Messe nur Sachen kleben, sortieren und bestücken. Ohne ihre Unterstützung wäre es um Längen schwerer und ich bin wirklich in einer sehr guten Position damit und sehr dankbar dafür.
Gab es eine bestimmte technische Innovation/ eine Entwicklung in der Szene (bzgl. Druckerzeugnissen, Arbeitsmaterialien, Marketing etc.), die deine Arbeitsweise nachhaltig geprägt und positiv verändert hat?
Ich liebe mein ipad samt Clip Studio Paint drauf, weil ich keinen Kabelsalat mehr habe und 2 Steckdosen brauche. Es klingt so doof, aber seit ich mein ipad habe, hab ich wieder ein soziales Leben, weil ich selbst in Deadline Zeiten Freunde sehen kann.
Hat sich dein Anspruch an das Mangazeichnen über die Jahre verändert? Und wenn ja, wie?
In meiner Zeit als Teenager hat mich besonders die japanische Kultur beeinflusst, die ich romantisiert gerne in meinen Geschichten durch Mimik, Gestik und Sprache eingebracht habe. Wir als Szene haben bewundert, wie das Leben dort für Menschen in unserem Alter aussah und haben viel übernommen. Je älter ich wurde, desto mehr hat sich der Schwerpunkt von lustigen und fantastischen Themen ohne Bedeutung hin zu Geschichten entwickelt, die wirklich etwas zu sagen haben. Mittlerweile bin ich Mitte 30 und die rosa Brille sitzt nicht mehr so gut auf meiner Nase. Die Themen meiner Geschichten sind beeinflusst von Dingen, die ich erlebt habe und die mich geprägt haben. Um es konkret zu sagen, beschäftigt mich seit 2014 das Thema Tod und Depression enorm, da mein Vater in diesem Jahr plötzlich verstarb. In „Rabenfluch“, einem meiner aktuellen Mangas, geht es im Allgemeinen um die Frage, wie die Charaktere durch verschiedene Hintergründe ihrer Story mit diesem Thema umgehen. Zwei meiner Charaktere haben eine sehr lange Zeitspanne, einer zerbricht daran fast weil er ständig sieht, wie seine geliebten Menschen um ihn herum kommen und gehen und der andere zog die Grenze vor langer Zeit und verschloss sich einfach vor der Welt. Ein anderer Charakter, Prinz Ryland, erlebt am eigenen Leib die Veränderung seiner Umstände, als er durch einen dunklen Fluch vom Menschen zu einem magischen Leben mit extremst langer Lebenszeit wird. Sie alle leiden und wachsen daran und gehen, verflochten in andere Themen der Story, mal so und mal so damit um. Tod, Depression, Zeit und „ein Zuhause finden“ sind die Themen, die ich in die Geschichte gebracht habe, weil sie mich persönlich beschäftigen und ich glaube, dass man diese ernsten Themen gerade im Manga auf ernste, aber auch melancholische und schöne Weise erzählen kann.
Was würdest du deinem früherem „Ich“ gerne mit auf den Weg geben?
Du bist genug <3
Möchtest du sonst noch irgendetwas in die Welt schreien?
Oh, da fällt mir einiges ein, ich leg einfach mal los:
1. Lest. Euch. Verträge. Durch. Ich habe mit diversen Verlagen zusammengearbeitet und kann absolut verstehen, wenn man als Einsteiger günstig mit jemandem arbeitet um sein Portfolio aufzubessern. Manchmal klappt das, aber wenn man sich weiter in der Branche bewegt wissen die anderen Leute schon bei der Erwähnung bestimmter Namen, dass man sich unter Wert verkauft hat.
Es gibt Klauseln in denen steht, dass die Verlage eure Illustrationen für die Weiterverwertung nutzen dürfen. Handelt damit. Macht klar, dass ihr 1. schriftlich über jede Verwertung informiert werden wollt und 2. kompensiert. Manchmal führt das zum Verlust des Projektes aber glaubt mir, dann war es das nicht wert. Im Moment begegnen mir noch aus den 2019ern Bücher, von denen ich nichts wusste.
Ich bekomme 0,00x Cent Beträge dafür und hatte ein Honorar, das absolut lächerlich war. Ich musste das damals machen, weil die Corona Epidemie schon vermuten ließ, dass meine Messe-Jobs in naher Zukunft nicht mehr vorhanden sein würden .
2. Tretet ein in die Illustratoren Organisation. Vielleicht kann der ein oder andere damit nicht viel anfangen, aber sie helfen euch vor allem beim Start in den Job als Illustrator. Außerdem gibt es hilfreiche Bücher (Das „Honorarwerk“, mit dem ihr euren Stundenlohn ausrechnen könnt und viele Beispiele bekommt) oder andere wichtige Infos, die unseren Job betreffen. Hätte ich damals von ihnen gewusst, hätte ich mir viele doofe Wege gespart. Wenn euch die Organisation nicht gefällt, könnt ihr wieder austreten (beachtet die Frist).
3. Versucht, in die KSK (Künstlersozialkasse) zu kommen. Sie übernehmen die Kosten eines Arbeitgebers und vor allem 50% eurer Krankenkassenbeiträge. Und glaubt mir, die sind saftig. Die KSK ist wirklich eine unglaubliche Hilfe in unserem Alltag.
4. Bleibt dran. Egal ob auf Messen oder auf Social Media. Ein Hype bringt euch nichts, arbeitet auf langen Erfolg hin. Fanarts lockt Leute, aber ihr müsst euch treue Leser/Käufer in euer Nest holen. Menschen, die sich wirklich für eure Arbeit interessieren sind der Grund, wieso wir diesen Job machen dürfen. Wir sind Luxus, den man sich gönnt, denn unsere Arbeit braucht man am Ende nicht zum überleben. Werdet nicht arrogant und seid dankbar für jedenLeser oder Käufer, der zurück kommt. Nehmt euch auf Messen und online Zeit für Gespräche und Kommentare, zB eine Stunde am Tag. All diese Sachen konnte ich wegen meiner Krankheiten kaum selber umsetzen, aber ich weiß wie wichtig sie sind und ich will, dass ihr das hoffentlich könnt. Und: Man muss nicht zu allem seine Meinung sagen. Ihr dürft zu allem eine Meinung haben, aber macht euch Gedanken, ob ihr als Privatperson oder Mangaka/Illustrator sprecht und was das für Konsequenzen haben kann. Es gibt Themen, die es wert sind, aber es gibt auch welche, bei denen man sich vorher fragen sollte, ob es den wahrscheinlichen shitstorm wert ist. Reflektiert euren moralischen Kompass. Manchmal kann man Statements auch durch Kunst/Illustrationen/Geschichten ausdrücken.
5. Achtet auf euren Körper. Sport machen, Hände und Arme dehnen, so gut es geht gesund essen und yes, Kaffee und Tee sind super, aber Schlaf ist euer Freund. Ich bin 36 und kann euch (es klingt wie eine alte Dame) sagen, dass der „hustle“ des Durchmachens spätestens in den 30ern aufhört und sich rächt, weil euer Körper nicht mehr kann. Dann rettet euch kein Kaffee, denn wenn ihr durch Kaffee und Willen überlebt, winkt der Burnout um die Ecke. Schlaf, Schlaf, Schlaf. So wichtig.
Rabenfluch
Boys Love/ Fantasy
In einem Land, weit, weit entfernt von deinem hinter Bergen und Flüssen lebte einst ein König, der von seinem Volk überaus geliebt wurde. Er war jedoch schon sehr alt und sein einziger Sohn war von Gier und Eitelkeit zerfressen. Wissend, dass Gevatter Tod ihn bald besuchen würde, wandte sich der König an alle Magie beherrschenden Wesen des Kontinents mit der Bitte, seinen Sohn zu verändern. Es fand sich eine Hexe, die dieser Bitte nachkommen wollte. Doch sei gewarnt, denn das magische Volk ist ein Spezielles...
Der Hexer Askell lebt zurückgezogen mit seiner Daueruntermieterin Mia (von Beruf Ente) in seinem magischen Wald vor sich hin. Er hasst die Gesellschaft von Menschen und meidet sie wo er nur kann. Als ihn eines Tages ein Brief aus dem Schloss des Königs erreicht und er sich widerwillig auf den Weg macht, um sich vom Spektakel um den verzogenen Prinzen Ryland unterhalten zu lassen, ändert sich sein ewiges Leben für immer.

© LIAN